SPD Kreisverband Schleswig-Flensburg

Sozial. Gerecht. Vor Ort

28. September 2018

Allgemein
Birte Pauls zur Kreisvorsitzenden gewählt.

Die SPD Schles­wig-Flens­burg hat eine neue Spit­ze. Am 22. Sep­tem­ber 2018 im „Land­gast­hof Tarp“ wähl­te der Kreis­par­tei­tag Bir­te Pauls zur neu­en Vor­sit­zen­den. Der Vor­gän­ger Ralf Wro­bel trat nach 9 Jah­ren Amts­zeit nicht mehr an und kann sich nun mit vol­lem Ein­satz dem Frak­ti­ons­vor­stand im Kreis­tag wid­men.

Pünkt­lich um 10Uhr und moti­viert den Kreis­par­tei­tag zu nut­zen, ver­sam­mel­ten sich die 62 Dele­gier­ten  und Gäs­te im „Land­gast­hof Tarp“. Als Gäs­te konn­ten auch die Kreis­vor­sit­zen­den der Nach­bar­krei­se, also Cars­ten F. Sören­sen aus Nord­fries­land, Jus­tus Kle­be aus Flens­burg und Sön­ke Rix aus Rends­burg-Eckern­för­de begrüßt wer­den. Alle drei beton­ten in ihren Gruß­wor­ten die Wich­tig­keit der nach­bar­schaft­li­chen Bezie­hun­gen und die Einig­keit der Sozi­al­de­mo­kra­tie gegen rech­te Umtrie­be in den Par­la­men­ten sowie in der Gesell­schaft. Der Kreis­par­tei­tag stimm­te den Red­nern mit einem deut­li­chen Applaus zu. Der schei­den­de Kreis­vor­sit­zen­de Ralf Wro­bel appel­lier­te in sei­nem letz­ten Rechen­schafts­be­richt an die Genos­sin­nen und Genos­sen nach außen geschlos­se­ner auf­zu­tre­ten. Der Kreis­ver­band soll­te sich nicht von dem bun­des­po­li­ti­schen Cha­os anste­cken las­sen. Des­wei­te­ren kri­ti­sier­te Wro­bel den feh­len­den Rück­halt der Genos­sin­nen und Genos­sen vor Ort durch die Bun­des­po­li­tik. „Wir haben ein Glaub­wür­dig­keits­pro­blem. Wir müs­sen uns auf unse­re Grund­wer­te besin­nen. Die SPD muss wie­der die Par­tei der soge­nann­ten „klei­nen Leu­te“ sein!“ so Wro­bel. Auf den Abschied als Kreis­vor­sit­zen­der blickt Wro­bel mit Weh­mut und Freu­de zugleich. Weh­mut auf­grund der Freu­de des Amtes. Trotz aller Wid­rig­kei­ten hat Wro­bel den Job als Kreis­vor­sit­zen­den ger­ne gemacht und ist mit den meis­ten Genos­sen im Kreis zumin­dest ein­mal ins Gespräch gekom­men. Wro­bel fand die rich­ti­gen Wor­te. Nach sei­ner Rede stand der Par­tei­tag zwei Minu­ten klat­schend auf. Sicht­lich gerührt nahm er das Abschieds­ge­schenk an.

Es folg­te die Dis­kus­si­on über diver­se Anträ­ge. Dis­zi­pli­niert und ernst­haft wur­de jeder Antrag dis­ku­tiert. Wei­test­ge­hend wur­de dem Votum der Antrags­be­ra­tungs­kom­mis­si­on gefolgt. Die wohl hef­tigs­te Dis­kus­si­on ent­brann­te bei den Anträ­gen bzw. einem Antrag und einer Reso­lu­ti­on über die Arbeit von Bun­des­par­tei­che­fin Andrea Nah­les im Zusam­men­hang mit der Cau­sa Hans-Georg Maaßen (noch Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­dent). Der Unmut über das Ber­li­ner Spät­som­mer­thea­ter war allen Genos­sin­nen und Genos­sen anzu­mer­ken. Der Tenor der Bei­trä­ge ging deut­lich in die Rich­tung, dass Nah­les eine schlech­te Figur abge­ge­ben hat und der Deal mit der Abset­zung bzw. Straf­be­för­de­rung Maaßens nicht zu ver­mit­teln sei. Den­noch spra­chen sich die Mehr­zahl der Red­ne­rin­nen und Red­ner gegen eine Abset­zung von Andrea Nah­les aus. Das wür­de nur zu einer wei­te­ren Beschäf­ti­gung mit sich selbst füh­ren. Die Ver­ant­wort­li­chen, nament­lich Horst See­ho­fer und Hans-Georg Maaßen, sol­len laut den Genos­sin­nen und Genos­sen gehen. Der Gast und Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Sön­ke Rix sowie unse­re Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Bir­te Pauls unter­stütz­ten in ihren Rede­bei­trä­gen die­se Hal­tung.

Nach­dem sich die Gemü­ter im Saal nach der hit­zi­gen Dis­kus­si­on zu den tages­ak­tu­el­len Tur­bu­len­zen beru­hi­gen, lei­te­te das Prä­si­di­um die Wahl des neu­en Vor­stan­des ein. Mit einem Ergeb­nis von 82% der abge­ge­be­nen Stim­men wur­de Bir­te Pauls zur neu­en Kreis­vor­sit­zen­den gewählt. In ihrer Bewer­bungs­re­de ging Pauls auf die Ver­än­de­rungs­pro­zes­se in der Par­tei ein. Alle Berei­che müs­sen auf den Prüf­stand, die Par­tei muss lau­ter und bes­ser sicht­bar nach außen wer­den. Pauls möch­te mit dem neu­en Kreis­vor­stand die inhalt­li­che Arbeit ver­stär­ken, d.h. die Kreis­tags­frak­ti­on und der Kreis­vor­stand sol­len in Zukunft enger zusam­men arbei­ten. Gemein­sam soll die Arbeit öffent­lich­keits­wirk­sam dar­ge­stellt wer­den. Auch die Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Kreis­ver­band und den Orts­ver­ei­nen soll inten­si­viert und wei­ße Fle­cken bes­ser in das Par­tei­le­ben ein­ge­bun­den wer­den. Zudem sind Pauls die Bezie­hun­gen zu den benach­bar­ten Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten eine wich­ti­ge Ange­le­gen­heit. Aus­drück­lich meint sie nicht nur die Bezie­hun­gen zu Nord­fries­land, Rends­burg-Eckern­för­de und Flens­burg, son­dern auch zur däni­schen “Soci­al­de­mo­kra­ter­ne“. Den geschäfts­füh­ren­den Vor­stand ergän­zen als 1. Stell­ver­tre­ter Hei­ko Sie­bel-Huff­mann (OV Treia), als 2. Stell­ver­tre­ter Hen­rik Vogt (OV-Schles­wig) und als Kas­sie­rer Ingo Obst (OV-Wan­de­r­up). Han­na Han­sen (OV Treia) wur­de in ihrem Amt als Schrift­füh­re­rin bestä­tigt eben­so wie Tor­ge Johann­sen (OV Jübek) als Bei­sit­zer für die Pres­se­ar­beit. Neu im Vor­stand ist Finn-Ole Höp­ner (OV Sil­ber­stedt) als Bei­sit­zer für die Inter­net­ar­beit. Als Bei­sit­zer des Vor­stan­des wur­den gewählt: Inke Asmus­sen (OV Schles­wig), Kirs­ten Jor­dt (OV Stein­berg­kir­che), Kat­ja Keh­rer (OV Strux­dorf), Andre­as Kup­per­schmidt ( OV Süd­er­bra­rup) Tan­ja Lee­se (OV Tarp), Rotraud Rasch (OV Fahr­dorf), Leon­hard Rohr­mo­ser (OV Schles­wig) und Thors­ten Schacht (OV Kap­peln). Revi­so­ren: Jür­gen Augus­tin (OV Nübel), Mari­na Han­sen , Stein­berg­kir­che und Mat­thi­as Hjor­d­thus (OV Nübel), Vor­sitz Schieds­kom­mis­si­on: Rein­hard Mül­ler ( OV Kropp), Stellv. Vor­sitz Schieds­kom­mis­si­on: Mari­on Call­sen-Mumm (OV Schles­wig) und Har­ry Men­de (OV Kap­peln), Mit­glie­der der Schieds­kom­mis­si­on: Fabi­an Parohl (OV Kropp), Chris­ta Con­rad (OV Schles­wig), Wil­fried Zie­mer (OV Dol­ler­up) und Bet­ti­na Koch (OV Fahr­dorf).

Die neue Vor­sit­zen­de Bir­te Pauls und der alte Vor­sit­zen­de Ralf Wro­bel über­ga­ben den aus­ge­schie­de­nen Mit­glie­dern des Kreis­vor­stan­des ein klei­nes Prä­sent. Bei­de beton­ten ihre Dank­bar­keit gegen­über den nun ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern des Kreis­vor­stan­des. Dann war es geschafft, gegen 17Uhr wur­de der Par­tei­tag geschlos­sen. Es war ein guter Tag für die SPD Schles­wig-Flens­burg. Die Genos­sin­nen und Genos­sen dis­ku­tier­ten enga­giert und bewie­sen gro­ße Aus­dau­er. Nur so kann eine geball­te Tages­ord­nung bewäl­tigt wer­den! Mit Bir­te Pauls steht nun eine Genos­sin mit einer sehr guten Ver­net­zung zum Lan­des­ver­band an der Spit­ze. Der Kreis­vor­stand ist im Geschlech­ter­ver­hält­nis aus­ge­gli­chen und alle Alters­grup­pen sind ver­tre­ten. Nun gilt es die Par­tei­struk­tur posi­tiv und nach­hal­tig zu ver­bes­sern und unse­re guten Ide­en dann adäquat zu kom­mu­ni­zie­ren!

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