SPD Kreisverband Schleswig-Flensburg

Sozial. Gerecht. Vor Ort

9. April 2019

Allgemein
Franz Müntefering in Schleswig

v.l.n.r.: Jacob Callsen, Franz Müntefering, Kirsten Jordt, Birte Pauls, Maren Korban

Am 05. April 2019 beglei­te­te Bir­te Pauls den ehe­ma­li­gen Vize-Kanz­ler und SPD-Bun­des­vor­sit­zen­den Franz Mün­te­fe­ring auf sei­ner Gesprächs­tour durch Schles­wig.

Als Vor­sit­zen­der der BAGSO (Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Senio­ren­or­ga­ni­sa­tio­nen) war der  Schwer­punkt der Gesprächs­the­men die Senio­ren­po­li­tik der Zukunft.

„Älte­re Men­schen brau­chen Stät­ten der Begeg­nung, des Aus­tau­sches und der Mensch­lich­keit.“, so Mün­te­fe­ring im Gespräch bei der AWO in der Schles­wi­ger Bahn­hof­stra­ße. Dies leis­tet das Team von Maren Korban jeden Tag. Aus der Pra­xis berich­te­te der Buf­di (Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst­leis­ten­der) Jacob Call­sen von sei­nen Haus­be­su­chen bei den Senio­ren. Für man­che Senio­ren sind die Besu­che die Höhe­punk­te der Woche, aber für vie­le sind sie eine will­kom­me­ne Abwechs­lung, von einem All­tag, den sie oft allei­ne ver­brin­gen müs­sen. Alle Gesprächs­teil­neh­mer waren sich einig, dass der­ar­ti­ge Ein­rich­tun­gen in ihrer Arbeit gestärkt wer­den sol­len. Sie sind unschätz­ba­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­tren und Tausch­bör­sen für eine gegen­sei­ti­ge Hil­fe und vor allem kön­nen nied­rig­schwel­li­ge Ange­bo­te die Pfle­ge­be­dürf­tig­keit hin­aus­zö­gern. Die­se Form der Begeg­nung soll­te in den Quar­tie­ren organ­siert wer­den. Die Kom­mu­nen müs­sen in die­ser Funk­ti­on gestärkt wer­den.

Die­ses The­ma nahm Mün­te­fe­ring am Nach­mit­tag im „Hotel Strand­hal­le“ wie­der auf. Die Vor­sit­zen­de der AG 60+, Kirs­ten Jor­dt, kennt Franz Mün­te­fe­ring per­sön­lich aus der jah­re­lan­gen Zusam­men­ar­beit in NRW. Sie begrüß­te die Genos­sin­nen und Genos­sen, aber auch zahl­rei­che Gäs­te, z.B. aus den Senio­ren­bei­rä­ten.  Die 60 Gäs­te dis­ku­tier­ten mun­ter mit ihm. Die Grund­la­ge für eine Senio­ren­po­li­tik ist für Mün­te­fe­ring eine gute Wirt­schafts­po­li­tik. Nur eine leis­tungs­fä­hi­ge Wirt­schaft und gut aus­ge­bil­de­te Arbeit­neh­mer sor­gen für die Mit­tel der Senio­ren- und Pfle­ge­po­li­tik. Im Lau­fe des Vor­tra­ges wur­de Mün­te­fe­ring aber sehr ernst, u.a. wenn es um den Umgang mit Demenz ging. Die­se Krank­heit wird in Zukunft eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für die Pfle­ge­po­li­tik sein. Er appel­lier­te die Pfle­ge­be­ru­fe auf­zu­wer­ten und für eine Ent­las­tung der Ange­hö­ri­gen zu sor­gen. Bir­te Pauls  stimm­te die­sen Aus­sa­gen zu und ging dar­über hin­aus auf die Belas­tung im finan­zi­el­len Bereich ein. „Die Ange­hö­ri­gen sind dann oft­mals zwei­fach belas­tet. Sie zah­len evtl.  noch die Aus­bil­dung ihrer Kin­der und zudem die Pfle­ge der Eltern. Die­ser Miss­stand muss besei­tigt wer­den!“, so Pauls. „ Die Pfle­ge­ver­si­che­rung muss umor­ga­ni­siert wer­den“. Der Vor­trag und die Dis­kus­si­on waren aber nicht nur bit­ter­ernst. Alt­wer­den braucht nicht ein­her­ge­hen mit dem Ver­lust der Lebens­freu­de. Mün­te­fe­ring erklär­te zum Abschluss sei­ne drei L für ein gelun­ge­nes Altern: 1. Lau­fen und Bewe­gung, 2. Ler­nen und Neu­gier und 3. Lachen und posi­ti­ves Den­ken. Alle drei L leb­te Mün­te­fe­ring in sei­nem kurz­wei­li­gen Refe­rat vor und die Gäs­te hono­rier­ten es mit einem lan­gen Applaus.

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