SPD Kreisverband Schleswig-Flensburg

Sozial. Gerecht. Vor Ort

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Clemens Teschendorf in den SPD-Landesvorstand gewählt

Auf dem Landesparteitag der SPD Schleswig-Holstein am 30. und 31. März in Norderstedt wurde Clemens Teschendorf aus Steinbergkirche in den Landesvorstand gewählt.

Teschendorf konnte die Deligierten aus allen Regionen des Landes mit einer engagierten Bewerbungsrede überzeugen. In den Mittelpunkt seiner Vorstandsarbeit möchte Teschendorf die Minderheitspolitik und die deutsch-dänische Nachbarschaft stellen.

Die Kreisvorsitzende Birte Pauls trat nach 14 Jahren im Landesvorstand nicht mehr an. Auf dem Parteiabend am Sonnabend wurde sie gebührend verabschiedet und für ihre geleistete Arbeit gewürdigt. Pauls freut sich, dass die für die Grenzregion wichtigen Themen durch Teschendorf weiterhin im SPD-Landesvorstand verteten sind.

Zudem freuen wir uns, dass Birte Pauls und Ralf Wrobel in den Parteirat gewählt wurden. Als ihre Stellvertreter entsenden wir Jan-Henrik Vogt und Holger Groteguth.

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Ein gemütlicher Abend im Bürgersaal

Der Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion luden zum Jahresempfang ins Schleswiger Kreishaus. Die Gastrednerin Samiah El Samadoni berichtete von ihrer Arbeit als Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten.

Inge Lorenzen, aus Nordfriesland, steuerte mit ihren plattdeutschen Liedern eine humorvolle Umrandung der Veranstaltung bei. In einem Lied beschrieb sie, wo sie bereits gewesen sei, nämlich überall. Es war eine plattdeutsche Version des Johnny Cash Klassikers „I‘ve been everywhere “ und hieß bei ihr „Ick wär öberall“. Der Einladung folgten an diesem Freitag, den 22. März 2019 ungefähr 110 Gäste aus allen Regionen des Kreises und darüber hinaus. Viele von Ihnen fanden in dem Liedtext ihren Heimatort wieder und schmunzelten stolz. Ähnlich gewitzt begrüßte unsere Kreisvorsitzende Birte Pauls die Gäste. Sie verknüpfte aktuelle und historische Ereignisse mit den Gästen. So fanden die Einrichtung der Pflegekammer im Kreis Schleswig-Flensburg, 100 Jahre Frauenwahlrecht oder das UNESCO-Weltkulturerbe in Danewerk eine Erwähnung in der Begrüßungsrede. Es war ein wahrlich weites Themenspektrum, so wie die Hintergründe der anwesenden Gäste aus der Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik, aus der eigenen Partei und aus allen anderen demokratischen Parteien, aus Kultureinrichtungen, aus dem Gesundheitsbereich, den Gewerkschaften usw.

Birte Pauls übergab nach der offiziellen Begrüßung das Wort an Hans-Werner Johannsen. Viele der Gäste waren überrascht, da in der offiziellen Einladung nichts von einer Rede von Johannsen erwähnt worden war. Der Grund war sehr feierlich: Ingo Degner, 24 Jahre lang Fraktionsvorsitzender unserer Partei im Kreistag, wurde für seine poltischen Verdienste mit der Willy-Brandt-Medaille ausgezeichnet.

Es folgte der Gastbeitrag von Samiah El Samadoni, der Bürgerbeauftragten für soziale Angelegenheiten des Landtages. El Samadoni stellte die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor und berichtete von verschiedenen Diskriminierungen vieler Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Alltag aufgrund ihres Alters, des Geschlechts, der Ethnie oder ihrer sexuellen Identität. Desweiteren berichtete sie über Fälle in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Hartz IV oder der Altersarmut. Den eingeschlagenen Weg der Schaffung einer Grundrente befürwortete sie, genauso wie die anwesenden Genossinnen und Genossen. Auch in Zukunft werden Frau El Samadoni und ihr Team nicht locker lassen und die Probleme beim Namen nennen. Wir alle sollten daran arbeiten, dass diese Einrichtung bekannter wird und die Bürger eine helfende Anlaufstelle gegenüber den Behörden haben.

Zum Abschluss stellte sich Ralf Wrobel an Rednerpult. Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag dankte allen Gästen, Rednern und der Musik von Inge Lorenzen auch im Namen des Kreisvorstandes. Zum Wohle vieler Gäste, die absichtlich wenig zum Mittag gegessen haben, hielt sich Wrobel kurz und eröffnete schnörkellos aber wirksam das leckere Buffet. An dieser Stelle ein herzlichen Dank für die nette und einwandfreie Bewirtung durch das Team der Kantine im Kreishaus. Bei Wraps, Currywurst und Braten wurden noch einige interessante Gespräche geführt und so mancher Kontakt erfrischt. Es war ein gelungener Abend.

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Pressemitteilung zum Jahresempfang des OV Steinbergkirche

Nicht immer ist die Anreise in einem E-Mobil gut. Diese Erfahrung machte am vergangenen Sonnabend Enrico Kreft, Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein für die Europawahl im Mai. Auf seinemWeg zu einem Jahresempfang mit Mitgliederehrung des SPD-Ortsvereins Steinbergbergkirche reichte die Fahrt nur zur Hälfte der Strecke. 

So warteten ca. 45 Mitglieder, davon 4 Jubilare, vergebens auf Enrico Kreft, der eigentlich die Mitgliederehrung vornehmen sollte. Ein Glück, dass Birte Pauls als SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete zugegen war. Während Enrico Kreft bereits am Start in Lübeck feststellte, dass die eigene Ladestation defekt war und es nur bis zur Raststätte Hüttener Berge schaffte, wo  seine Anfahrt ein Ende fand, erwies die Vorsitzende des Ortsvereins – Kirsten Jordt – Flexibilität. Sie änderte kurzerhand den Programmablauf. Birte Pauls berichtete Neues aus Kreis und Land, während Clemens Teschendorf, Kandidat für den neuen SPD-Landesvorstand, Neues aus der Gemeinde und vom Kreistag zum besten gab. Dann erhielten die Jubilare zusammen mit Birte Pauls von ihr die Urkunden und die Rükblicke auf ihre Mitgliederjahre in der SPD.  Danach ging es weiter mit dem kulturellem Teil. Durch das Duo „Vielsaitig“ aus Schleswig wurden die Gäste dann doch noch versöhnt – auch wenn hier und dort Spannung auf ein Europareferat erwartet wurde. Am Ende erinnerte aber die große Europafahne, die die Stirnwand schmückte, das wir im Jahr der Europawahl sind.

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Pressemitteilung des SPD OV Neuberend

Jahresessen und Ehrungen im SPD-Ortsverein Neuberend

Der Einladung zum Jahresessen 2019 und zur Ehrung langjähriger SPD-Mitglieder waren die Ortsvereinsangehörigen in großer Zahl gefolgt.

In ihrer Begrüßung gab die Ortsvereinsvorsitzende Inge Hethey ihrer Freude über die so zahlreiche Teilnahme Ausdruck und berichtete über die intensive Arbeit sowohl in der SPD Gemeindefraktion als auch im Ortsverein. So fand sie große Zustimmung für die Aktivitäten zur Naturerhaltung und weiteren Entwicklung von Flora und Fauna in der Gemeinde. So sollen bislang intensiv genutzte und bearbeitete Gemeindeflächen renaturiert werden und eventuell auch für Privatgrundstücke als Beispiel dienen.

Birte Pauls, SPD-Kreisvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion berichtete zunächst von der Intensivierung der Kreisvorstandsarbeit und der noch stärkeren Einbeziehung und Beteiligung der Parteimitglieder an den politischen Diskussionen und Entscheidungen.

Danach wandte sich die Ortsvereinsvorsitzende an die Jubilare. Ute Jacobsen wurde für mehr als 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt, sie zähle durch die Gestaltung von Informationen, Einladungen und Werbeträgern zu den besonders Kreativen im Ortsverein. Inge Hethey dankte ihr sehr für die Umsetzung ihrer Ideen und wünschte ihr weiter große Freude an der Arbeit.

Kurt Jestrimsky, auch 25 Jahre Mitglied der Partei und langjähriges Gemeinderatsmitglied gehöre zu denen, die immer wieder zur Diskussion auch über Veränderungen in der Partei anregen, dafür gebühre ihm Dank und Anerkennung.

Winfried Haas wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt, gleichzeitig dankte ihm die Vorsitzende für 25 Jahre als Gemeinderatsmitglied, und davon  für 17 Jahre erfolgreiche Arbeit als Bürgermeister. Ihm lag der Schutz der Umwelt durch sparsamen und  nachhaltigen Umgang mit Energie besonders am Herzen, die ehemalige Windkraftanlage, eine der ersten im Kreisgebiet, das Blockheizkraftwerk und die bundesweit erste „Passivhausturnhalle“  sind untrennbar mit seinem Namen verbunden.

Birte Pauls überreichte im Namen des Landesvorstandes den Jubilaren die Ehrenurkunden und Winfried Haas die „Schleswig-Holstein-Medaille der Partei“, die höchste Auszeichnung der Landespartei.

Die Anwesenden saßen nach einem hervorragenden Essen noch lange in angeregter Diskussion zusammen.

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Offener Brief der AG 60+ Schleswig-Flensburg und Flensburg an alle Friday für Future Demonstrantinnen und Demonstranten

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Laßt euch nicht entmutigen von Lehrerinnen und Lehrern und all den Bildungsministerinnen und – ministern bei Euren Friday for Future-Demos.!

Ihr sollt wissen, dass große Teile in der Bevölkerung hinter Euch stehen und im Geiste mit Euch demonstrieren für eine Welt ohne Gifte und ohne von Menschen gemachtem Klimawechsel, für eine auch in Zukunft bewohnbare Welt. So auch wir, die Großmütter und -väter in der SPD in Flensburg und Schleswig-Flensburg. Wir haben diesen Brief auf unserer letzten Mitgliederversammlung beschlossen.

Wir wünschen uns eine Welt, die man guten Gewissens an Euch, die Enkel, vererben kann. Und wenn Ihr Einträge in Eure Zeugnisse bekommt, so ist das wie ein Ritterschlag. Diese Zeugnisse könnt Ihr mit Stolz Euren Kindern und Enkelkindern zeigen – auch wenn sie Fünfen und Sechsen enthalten. Denn Ihr habt mit Euren Friday for Future-Demonstrationen den Bürgern gezeigt, dass Ihr sehr wohl Interesse für Politik und die Gesellschaft habt den indem Ihr den Machthabern und Profiteuren dieser Welt eine Lektion erteilt. Also MACHT BITTE WEITER!!

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Serpil Midyatli besucht die „Kommunale Runde“ 

Der neue Kreisvorstand lud zum neuen Format. Die „Kommunale Runde“ soll als Forum für die Diskussion zwischen den kommunalpolitisch aktiven Genossinnen und Genossen dienen. Zudem sollen auf dem direktem Wege Informationen aus dem Land, dem Kreis sowie vor Ort ausgetauscht werden. Am 4. März 2019 in Jübek trafen sich zu diesem Zweck Mandatsträgerinnen und Mandatsträger, um mit der designierten Landesvorsitzenden Serpil Midyatli über die KITA-Reform der Jamaika-Landesregierung zu sprechen.

Es war ein Montag – ein Rosenmontag. Es war ein extremes Wetter – ein stürmisches Wetter. Beides war für ca. 25 kommunale Mandatsträgerinnen und Mandatsträger kein Grund nicht nach Jübek in den „Hotel und Gasthof Goos“ zu kommen. Und auch die Atmosphäre im Saal war weder närrisch ausgelassen, noch war es stürmisch wild. Sachlich aber auch kritisch diskutierten die Genossinnen und Genossen mit Birte Pauls und Serpil Midyatli über die möglichen Auswirkungen der KITA-Reform der Jamaika-Landesregierung für ihre Gemeinden. Die größten Herausforderungen sind die Finanzierung der Inklusion, die Finanzierung der Fachkräfte bei erweiterten Öffnungszeiten und die Möglichkeit der Wahlfreiheit des KITA-Platzes durch die Eltern. Die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter befürchten auf den immensen Kosten sitzen zu bleiben ohne die Hilfe durch das Land. Dies würde die Gemeindekassen überfordern. Serpil Midyatli rief dazu auf der Landesregierung aber auch dem Landkreistag die Bedenken lautstark mitzuteilen, damit diese im Reformprozess nicht untergehen. Einig waren sich alle Genossinnen und Genossen bei dem Ziel der Beitragsfreiheit für die Eltern. Die SPD wird auch in Zukunft nicht von diesem Ziel abrücken. Dies ist ein entscheidender Baustein für eine moderne Familienpolitik. Birte Pauls wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in alle an Schleswig-Holstein grenzenden Bundeländer die Beitragsfreiheit bereits Realität ist und wir eine Gerechtigkeitslücke schließen müssen. Abgerundet wurde der Abend durch einen kurzen Vortrag aus der Kreistagsfraktion. Der Fraktionsvorsitzende Ralf Wrobel berichtete hauptsächlich aus den Vergabeverfahren des ÖPNV im Kreiswesten sowie im Kreissüden. Die Fraktion wird sich gegen die Beibehaltung der Privatisierung aussprechen und eine Rekommunalisierung des ÖPNV in Schleswig-Flensburg fordern. Desweiteren prüft die Fraktion im Kreistag die Möglichkeiten des Ausbaus für den sozialen Wohnungsbau im ländlichen Raum.

Gegen 22.00Uhr waren alle Standpunkte ausgetauscht und der stürmische Rosenmontag näherte sich seinem Ende. Es war ein gelungener Auftakt und der Kreisvorstand freut sich über Anregungen aus den Fraktionen der Gemeindevertretungen. Sagt uns, welches Schwerpunktthema ihr habt. Wenn das Thema mehrheitsfähig ist, gehen wir gerne darauf ein und setzen es auf die Tagesordnung der nächsten „Kommunalen Runde“.

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Regionalkonferenz in Tarp

Diskussionsfreudige Genossinnen und Genossen aus den Kreisverbänden Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und Flensburg, der Landesvorsitzende Ralf Stegner, Enrico Kreft als Kandidat für die Europawahl sowie die Landtagsabgeordneten Serpil Midyatli, Kai Vogel und Birte Pauls folgten der Einladung zur Regionalkonferenz in den „Landgasthof Tarp“.

Es galt die Ergebnisse der Kommissionen zur Parteierneuerung zu diskutieren. Zur Erinnerung: Der Landesparteitag im November 2017 beschloss die Einrichtung von Kommissionen zur Reform unseres Landesverbandes. Die drei Kommissionen, also „Programm und Profil“, „Parteiorganisation und Prozesse“ und „Mitgliederentwicklung und Talentförderung“, waren mit Genossinnen und Genossen aus dem Landesvorstand, den Kreisverbänden, den Arbeitsgemeinschaften, den Ortsvereinen sowie von den Mandatsträgern aus Land, Bund  und Europa besetzt. Ziel der Kommissionsarbeit ist die Schärfung des programmatischen  Profils der SPD in Schleswig-Holstein, die offene und niedrigschwellige Einbeziehung von möglichst vielen Menschen in unsere politische Arbeit und die Talententwicklung auf allen politischen Ebenen?

An diesen Abend wurden nun die Ergebnisse diskutiert.
Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen – siehe: https://www.spd-schleswig-holstein.de/lust-auf-morgen/

Zudem gab es zwei weitere Thementische. Ralf Stegner berichtete und diskutierte an seinem Tisch über die Pläne der Bundespartei zur Reform der Rente bzw. des Sozialstaates und unser Europakandidat Enrico Kreft war Gastgeber zu eben dem Thema Europa.

Zusammengefasst waren sich die Genossinnen und Genossen einig, dass programmatisch eine gerechte Sozialpolitik und Antworten auf die Fragen einer Arbeitswelt 4.0 gefunden werden müssen. Diese Themenbereiche sollten das Kernthema sozialdemokratischer Politik/Programmatik bilden. Die jüngsten Vorschläge von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Grundrente ohne Bedarfsprüfung sowie die Vorschläge zur Einrichtung eines „Bürgergeldes“ anstatt „Hartz IV“ wurden mit Beifall begrüßt. In der Parteiorganisation sollten die Kräfte und Potentiale der Ortsvereine besser gebündelt werden, um schlagfertiger agieren zu können. Nicht jeder Ortsverein muss seine eigene Wahlkampfveranstaltung abhalten. Da gilt es über den eigenen Kirchturm hinaus zu schauen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Landesverband sollte für die Ortsvereine einfacher sein. Weitere Forderungen im Bezug auf Mitgliederförderung waren die Erstellung eines Leitfadens für Ortsvereinsvorsitzende und eine bessere Betreuung von Neumitgliedern.

Die Vorschläge der Kommissionen und die Ergebnisse der Regionalkonferenzen sollen im nächsten Schritt zu Anträgen für den ordentlichen Parteitag am 30. und 31. März 2019 in Norderstedt umgewandelt werden.

Abschließend dankte Serpil Midyatli den Genossinnen und Genossen für  die intensive Diskussion und stimmte die Genossinnen und Genossen auf den bevorstehenden Europawahlkampf ein. Diese Wahl ist richtungsweisend. Wir als SPD sind die Europapartei und werben für die Errungenschaften der EU!

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Erfolgreiche Landeskonferenz für SPD-Senioren des Kreises Schleswig-Flensburg

Es war Zufall, dass die Landeskonferenz der SPD-Senioren (AG 60+) in Neumünster ausgerechnet am Reformationstag stattfand. Aber sie war geplant, bevor der Tag zum gesetzlichen Feiertag wurde. Die wiedergewählte Landesvorsitzende der AG 60+, Gerlinde Böttcher-Naudiet, begegnete mit diesem Hinweis den kritischen Anmerkungen einiger Delegierter.

Grund zum Feiern hatte die zehnköpfige Delegation aus dem Kreis Schleswig-Flensburg. Zunächst wurden Annette Kindler-Lurz aus Steinbergkirche und Hans-Ulrich Schilf aus Langballig in das vierköpfige Präsidium gewählt. Dann wählten die 81 Delegierten Kirsten Jordt aus Steinbergkirche mit überwältigender Mehrheit in den Landesvorstand. Jordt ist auch Vorsitzende der AG 60+ im Kreis. Neben den Personalentscheidungen waren die Kreis-Senioren auch mit ihren 6 Anträgen – davon je 2 zum Steuerrecht und zur künftigen Rentenpolitik – erfolgreich. Alle Anträge wurden ohne Gegenstimmen angenommen.

Besonders beeindruckte die Delegierten das Referat von Ralf Stegner, Landesvorsitzender der SPD-Schleswig-Holstein, der sich sehr kritisch mit dem Zustand der großen Koalition in Berlin auseinandersetzte. Auch der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der AG 60+, Lothar Binding, wusste in seinem Grußwort die anwesenden Delegierten mitzureißen.

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Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD Schleswig-Holstein zur Europawahl 2019 stellen sich auf der Kreismitgliederversammlung vor

Am 24. Oktober 2018 trafen sich die Genossinnen und Genossen aus dem Kreis Schleswig-Flensburg zur Kreismitgliederversammlung im „Landgasthof Tarp“. Der Grund des Zusammenkommens war die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten der SPD Schleswig-Holstein zur Europawahl im kommenden Mai 2019.

Es war die erste öffentliche  Veranstaltung für Birte Pauls als Kreisvorsitzende. In ihrer Eröffnungsrede ging Birte zunächst nicht auf Europa und die Kandidatinnen und Kandidaten ein. Es galt einen Geburtstagsgruß zu übermitteln. Die Vorsitzende der AG 60+ und das Kreisvorstandsmitglied Kirsten Jordt feierte am 24. Oktober ihren 70. Geburtstag. Die Genossinnen und Genossen in der „Ulenstuv“ bekundeten ebenfalls ihre Glückwünsche mit einem großen Applaus für Kirsten. Danach ging Birte kurz auf das nachbarschaftliche Verhältnis zu Dänemark (eine Herzensangelegenheit) und auf die Wichtigkeit der kommenden Europawahl ein. Es wird eine richtungsweisende Wahl sein und es geht um den Kurs in der EU. Entweder die EU-Befürworter gewinnen wieder an Stärke oder die rechtspopulistischen und nationalistischen Kräfte übernehmen die Oberhand. Birte sprach nicht ohne Besorgnis über die politische Gegenwart in der EU und der fehlenden Zustimmung für die europäische Idee in einigen Bevölkerungsgruppen.

Es ist umso erfreulicher, dass sich in der SPD Schleswig-Holstein für die Wahl fünf europabegeisterte Kandidatinnen und Kandidaten für den ersten Listenplatz bewerben. In einer kurzen Vorstellungrede und anschließend in den Diskussionen an fünf verschiedenen Tischen stellten sich Delara Burkhardt aus dem Kreisverband Stormarn, Enrico Kreft aus Lübeck, Karin Thissen aus Itzehoe, Marc Timmer aus Nordfriesland sowie Niklas Willma aus Neumünster vor. Die Gespräche an den Tischen waren sehr vielfältig, u.a. wurde über die Möglichkeiten der Beseitigung der Fluchtursachen durch die EU in Nordafrika, über eine Wende der EU-Agrarpolitik oder über die Möglichkeiten der Einrichtung eines EU-Sozialsystems diskutiert. Alle Anwesenden waren sehr interessiert an den Vorstellungen der Kandidatinnen und Kandidaten und nutzen ihre Möglichkeit zur Befragung sehr intensiv. Nach einer kurzen Zeit wurde offenbar, dass die Mehrzahl der Kandidatinnen und Kandidaten sehr eng mit der EU bzw. der europäischen Idee verbunden sind, beispielsweise ist Karin Thissen eine Deutsch-Französin, Marc Thimmer arbeitete sechs Jahre für die EU in Brüssel oder Delara Burkhardt ist als stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos europaweit mit jungen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vernetzt. In diesem Zusammenhang waren die Vorschläge von Enrico Kreft sehr spannend. Er plädierte dazu Europa besser „fühlbar“ zu machen und setzt auf einen Ausbau der Städtepartnerschaften oder des Schüler-, Studenten- und Auszubildendenaustausches.

Gegen 21.45 Uhr beendete Birte den Abend. Früh genug für die mit dem Zug angereisten Kandidatinnen und Kandidaten. Der Kreisvorstand bedankt sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten für das Kommen und für die Gespräche. Nun entscheidet der Landesparteitag am 3. November 2018 wer für unsere Landesliste auf Nr. 1 kandidiert. Wir wünschen allen fünf alles Gute und viel Glück. Als letztes verwies Birte auf eine Angelegenheit in eigener Sache. Aufgrund der Ereignisse in Berlin, Bayern und Hessen wird es am 20. November 2018 eine außerordentliche und parteiöffentliche Mitgliederversammlung geben. Eine Einladung wird noch versandt.

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SPD-Landesgeschäftsführer Borchert beim Dagebüller Gespräch

Das halbjährlich in einer Halbtags- oder Ganztagsveranstaltung durchgeführte Dagebüller Gespräch ist ein Format, das die Arbeitsgemeinschaften für Bildung in der SPD (AfB) aus Nordfriesland, Flensburg und Schleswig-Flensburg vor vier Jahren ins Leben gerufen hatten. Zum 8. Dagebüller Gespräch wurde Götz Borchert, seit 2017 Landesgeschäftsführer der SPD, zur Diskussion über politische und pädagogische Fragen eingeladen. Das Dagebüller Gespräch versteht sich selbst als pädagogische Ideenwerkstatt, in der Themen ohne Zeitdruck ausführlich und tiefergehend diskutiert werden können.

Nachdem Borchert seine Ausführungen zur Organisationsstruktur der SPD („Die SPD wir mit den Jahren auch im Altersdurchschnitt ihrer Mitglieder rasant älter“), zur Kampagnefähigkeit  („400 der 459 Ortsvereine im Land waren zur Kommunalwahl im Mai 2018 mit eigenen Listen angetreten“) und zur Neuorientierung des Parteiensystems („Wir brauchen innovative Ideen und neue programmatische Impulse“) gemacht hatte, kam Stimmung bei der Diskussion von zwei pädagogischen Themen auf: Umwandlung von G8 zu G9 und politische Bildung. Einig waren sich die Teilnehmer, dass der neue Ministerpräsident Daniel Günther kurz vor der Landtagswahl 2017 mit dem Schwenk von G8 zu G9 ein vielleicht mit wahlentscheidendes Thema besetzt hatte, auf das die Landes-SPD keine richtige Antwort wusste. Dass mit den bestehenden Gemeinschaftsschulen schon ein funktionierendes G9-Modell im Lande vorhanden war, stieß bei den gymnasialorientierten Bildungsbürgern auf kein Interesse. Allerdings verwies Borchert auch auf Umfrageergebnisse: Bildungspolitische Themen wären nicht wahlentscheidender gewesen als andere Themen, wie Analysen nach der Wahl bestätigten.

Hochemotional wurde anschließend das Thema politische Bildung diskutiert. Diese müsste angesichts eines offensichtlichen Neonationalismus und Rechtsrutsches in der Gesellschaft viel früher in den Schulen zum Thema werden. Am besten schon ab Klassenstufe fünf sollte die politische Bildung zum verbindlichen Lerninhalt werden. Offen blieb, ob sie als ein eigenes Fach oder fächerübergreifend als Querschnittsaufgabe behandelt werden sollte. Einig waren sich die Teilnehmer darüber, dass die Schülerinnen und Schüler nicht noch mehr „drögen Lehrstoff“ aufnehmen sollten, sondern dort abgeholt werden müssten, wo sie stehen. Jugendbeiräte oder Aktionen zu kinder- und jugendrelevanten Themen seien dazu gute Möglichkeiten.

Bei den nächsten Dagebüller Gesprächen wollten die Teilnehmer Themen wie gebundene Ganztagsschulen, die Inklusion in der Sekundarstufe und die Gleichstellung der Gemeinschaftsschulen als zweite weiterführende Säule im Schulsystem diskutieren. Erstmals hatten sich auch Kieler AfB-Mitglieder auf den Weg nach Dagebüll gemacht, so dass eine Erweiterung des Dagebüller Dialogs  im Raum steht.